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Weihe Nacht, Modranecht, Weihnachten, Julfest – Teil 1

Weihnachten – Julfest Teil 1

Heilige Nacht, der Tag an dem Jesus geboren wurde. Die Weihnachtsfeiertage, sind in unserer Kultur ein sehr wichtiges Ereignis. Familien kommen zusammen, feiern, beschenken sich und trinken auf den Frieden.

Ein Weihnachtsbaum, Kerzenlichter – mancherorts ein Julbogen oder auch ein Adventskranz-, darf an Tagen der Vorbereitung und am Ereignis nicht fehlen.
Doch was hat ein Weihnachtsbaum mit Jesus zu tun und warum stellt man ein Julbogen auf oder zündet Kerzen auf dem Adventskranz an?

Diese Frage habe ich mir auch gestellt und recherchierte nach anderen Auslegungen, als das was die Kirche predigt. Vor allem, wo heute die Wissenschaftler behaupten, dass Jesus gar nicht an dem Datum geborgen wurde. Und der Weihnachtsbaum soll ursprünglich aus den nordischen Bräuchen kommen. Ja, und zu guter letzt, werden und wurden die Tage über all anders genannt.

Nach dem heidnischen Glauben gebiert die Muttergöttin tief in der finsteren Erde, in der stillsten aller Stunden das wiedergeborene Sonnenkind (die Nacht hieß im Althochdeutschen Modranecht = „Mutternacht“). Diesen sehr bedeutenden Akt, findet man aber in fast allen Kulturen unserer Erde und manche glaubten, dass nicht nur der Lichtgott, sondern auch viele andere Götter in dieser Nacht wiedergeboren wurden. Der Glaube in den Sohn / 3 Söhne- Gottes/Göttin war schon Jahrhunderte vor dem Christentum in den Köpfen der Menschen verankert. Mit dem neugeborenen Sonnenkind verbanden die Völker eine wieder aufkeimende Hoffnung in der Winterzeit, dass die Tage wieder länger werden, die Erde neue Kraft schöpft und somit der Kreislauf des Lebens wieder von vorne beginnt.

Nun feierten die Kelten, Germanen und auch die skandinavischen Völker das „Weihnachtsfest“ nicht nur 3 Tage sondern 12 Nächte lang. Somit setzten sich die Nächte aus der Nacht der Wiedergeburt und den 12 Rau(c)hnächten, die „Zwölften“, die „Wilde Jagd“ (auch „Jolareidi“) oder im Skandinavischen „Sonarblot“ – das Eberopfer genannt.

Diese „Übergangszeit“ fing gewöhnlich mit der Nacht der Wintersonnenwende  an (heute: 20./21. Dezember) und markierte im germanischen Kalender das Ende des alten Jahres. Das neue Jahr fing aber erst nach 12 Nächten an. So wurde dieses äußerst bedeutsame Mittwinterfest zwischen den Jahren gefeiert. Man bat um fruchtbare Ernten und verehrte seine Ahnen. Denn während dieser Tage zog bei den Skandinavier, Odin mit seinem Totenheer um die Erde. Bei den Germanen war es Wodan und Frick, die die toten Seelen begleiteten und somit den Menschen ganz nahe waren.

Ergänzend wäre noch zu erwähnen, dass in Schweden, heute noch ein Brauch besteht die Wiedergeburt der Sonnengötting Lucina zu feiern. Was ich sehr verwirrend finde, dass die Götter von den Geschlechtern nicht eindeutig einzuordnen sind. Jede Quelle hat ihre eigene Auslegung. Ob es tatsächlich an örtlichen Gegebenheiten und der abweichenden Stammeskulten der damaligen Zeit liegt, wage ich nicht fest zu legen.

Nun dürfen hier aber die Römer nicht fehlen. Sie haben einen erheblichen Teil zur Formung des heutigen Weihnachtsfestes beigetragen. Mit ihrer adaptiven Art, was den Glauben angeht, führten die Römer einen Staatsfeiertag zur Wintersonnenwende ein. Sie widmeten Ihre Verehrung zu dieser Zeit dem Sonnengott Sol.

Nach 330 unserer Zeit wurde das Christentum zur römischen Staatsreligion ausgerufen. Kaiser Konstantin, der zu der Zeit regierte, funktionierte den alten Sonnengott zum neuen Christengott, der ab da als „lux mundi“ (Licht der Welt) gefeiert wurde.
Erst 813 unserer Zeit, haben die Menschen auf dem Territorium des heutigen Deutschlands diesen neuen Glauben anerkannt.

Wie kommt es nun, dass wir heute den 24.12. als Anfang der Weihnachtszeit haben und nicht wie ursprünglich zur Wintersonnenwende, der längsten Nacht des Jahres?
Das liegt überwiegend an unserem Kalender, unserer „modernen“ Zeitrechnung. Die heidnischen Völker richteten sich ausschließlich nach dem Mondkalender und hatten die 12 Rauhnächte als „Schalttage“ (obwohl Sie diese so nicht ansahen). Mit dem christlichen Glauben kam auch eine neue Berechnungsgrundlage der Zeit. Zuerst der julianische Kalender, der starke Abweichungen aufwies, da man keine Schalttage nutzte und danach schlussendlich unser gregorianischer Kalender mit den Schalttagen. Die genaue Berechnung der verschiedenen Kalender wäre hier zu ausführlich. Wer da mehr wissen möchte, kann gerne googeln, da findet man ganz gute Berechnungsgrundlagen.
Nähme man  unseren Kalender als Grundlage, so feierte man Weihnachten vor dem 4 Jahrhundert am 06.01., also nach den 12 Rauhnächten (im orthodoxen Glauben ist es immer noch so), wurde dann aber auf den 25.12. gelegt.

Da merkt man, dass die Neujahrfeier und Weihnachten stark von unseren heutigen Terminen abweichen. Ob nun ein bestimmter Stamm oder eine bestimmte Kultur, beides zu damaligen Zeit gefeiert hat, habe ich meinen Quellen nicht entnehmen können. Meist wird geschrieben, dass diese Bräuche bestanden. Ich denke aber, es ist sehr schwer nach so langer Zeit die Abläufe zu fixieren oder einer bestimmten Gruppe in einer bestimmten Reihenfolge zuzuschreiben.

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Teil 2

Weihnachten – Julfest Teil 1

Heilige Nacht, der Tag an dem Jesus geboren wurde. Die Weihnachtsfeiertage, sind in unserer Kultur ein sehr wichtiges Ereignis. Familien kommen zusammen, feiern, beschenken sich und trinken auf den Frieden.

Ein Weihnachtsbaum, Kerzenlichter – mancherorts ein Julbogen oder auch ein Adventskranz-, darf an Tagen der Vorbereitung und am Ereignis nicht fehlen.
Doch was hat ein Weihnachtsbaum mit Jesus zu tun und warum stellt man ein Julbogen auf oder zündet Kerzen auf dem Adventskranz an?

Diese Frage habe ich mir auch gestellt und recherchierte nach anderen Auslegungen, als das was die Kirche predigt. Vor allem wo heute die Wissenschaftler behaupten, dass Jesus gar nicht an dem Datum geborgen wurde. Und der Weihnachtsbaum soll ursprünglich aus den nordischen Bräuchen kommen. Ja, und zu guter letzt, werden und wurden die Tage über all anders genannt.

Nach dem heidnischen Glauben gebiert die Muttergöttin tief in der finsteren Erde, in der stillsten aller Stunden das wiedergeborene Sonnenkind (die Nacht hieß im Althochdeutschen Modranecht = „Mutternacht“). Diesen sehr bedeutenden Akt, findet man aber in fast allen Kulturen unserer Erde und manche glaubten, dass nicht nur der Lichtgott, sondern auch viele andere Götter in dieser Nacht wiedergeboren wurden. Der Glaube in den Sohn / 3 Söhne- Gottes/Göttin war schon Jahrhunderte vor dem Christentum in den Köpfen der Menschen verankert. Mit dem neugeborenen Sonnenkind verbanden die Völker eine wieder aufkeimende Hoffnung in der Winterzeit, dass die Tage wieder länger werden, die Erde neue Kraft schöpft und somit der Kreislauf des Lebens wieder von vorne beginnt.

Nun feierten die Kelten, Germanen und auch die skandinavischen Völker das „Weihnachtsfest“ nicht nur 3 Tage sondern 12 Nächte lang. Somit setzten sich die Nächte aus der Nacht der Wiedergeburt und den 12 Rau(c)hnächten, die „Zwölften“, die „Wilde Jagd“ (auch „Jolareidi“) oder im Skandinavischen „Sonarblot“ – das Eberopfer genannt.

Diese „Übergangszeit“ fing gewöhnlich mit der Nacht der Wintersonnenwende an (heute: 20./21. Dezember) und markierte im germanischen Kalender das Ende des alten Jahres. Das neue Jahr fing aber erst nach 12 Nächten an. So wurde dieses äußerst bedeutsame Mittwinterfest zwischen den Jahren gefeiert. Man bat um fruchtbare Ernten und verehrte seine Ahnen. Denn während dieser Tage zog bei den Skandinavier, Odin mit seinem Totenheer um die Erde. Bei den Germanen war es Wodan und Frick, die die toten Seelen begleiteten und somit den Menschen ganz nahe waren.

Ergänzend wäre noch zu erwähnen, dass in Schweden, heute noch ein Brauch besteht die Wiedergeburt der Sonnengötting Lucina zu feiern. Was ich sehr verwirrend finde, dass die Götter von den Geschlechtern nicht eindeutig einzuordnen sind. Jede Quelle hat ihre eigene Auslegung. Ob es tatsächlich an örtlichen Gegebenheiten und der abweichenden Stammeskulten der damaligen Zeit liegt, wage ich nicht fest zu legen.

Nun dürfen hier aber die Römer nicht fehlen. Sie haben einen erheblichen Teil zur Formung des heutigen Weihnachtsfestes beigetragen. Mit ihrer adaptiven Art, was den Glauben angeht, führten die Römer einen Staatsfeiertag zur Wintersonnenwende ein. Sie widmeten Ihre Verehrung zu dieser Zeit dem Sonnengott Sol.

Nach 330 unserer Zeit wurde das Christentum zur römischen Staatsreligion ausgerufen. Kaiser Konstantin, der zu der Zeit regierte, funktionierte den alten Sonnengott zum neuen Christengott, der ab da als „lux mundi“ (Licht der Welt) gefeiert wurde.


Erst 813 unserer Zeit, haben die Menschen auf dem Territorium des heutigen Deutschlands diesen neuen Glauben anerkannt.

Wie kommt es nun, dass wir heute den 24.12. als Anfang der Weihnachtszeit haben und nicht wie ursprünglich zur Wintersonnenwende, der längsten Nacht des Jahres?
Das liegt überwiegend an unserem Kalender, unserer „modernen“ Zeitrechnung. Die heidnischen Völker richteten sich ausschließlich nach dem Mondkalender und hatten die 12 Rauhnächte als „Schalttage“ (obwohl Sie diese so nicht ansahen). Mit dem christlichen Glauben kam auch eine neue Berechnungsgrundlage der Zeit. Zuerst der julianische Kalender, der starke Abweichungen aufwies, da man keine Schalttage nutzte und danach schlussendlich unser gregorianischer Kalender mit den Schalttagen. Die genaue Berechnung der verschiedenen Kalender wäre hier zu ausführlich. Wer da mehr wissen möchte, kann gerne googeln, da findet man ganz gute Berechnungsgrundlagen.
Nähme man unseren Kalender als Grundlage, so feierte man Weihnachten vor dem 4 Jahrhundert am 06.01., also nach den 12 Rauhnächten (im orthodoxen Glauben ist es immer noch so), wurde dann aber auf den 25.12. gelegt.

Da merkt man, dass die Neujahrfeier und Weihnachten stark von unseren heutigen Terminen abweichen. Ob nun ein bestimmter Stamm oder eine bestimmte Kultur, beides zu damaligen Zeit gefeiert hat, habe ich meinen Quellen nicht entnehmen können. Meist wird geschrieben, dass diese Bräuche bestanden. Ich denke aber, es ist sehr schwer nach so langer Zeit die Abläufe zu fixieren oder einer bestimmten Gruppe in einer bestimmten Reihenfolge zuzuschreiben.

 

Samhain, Tag der Toten, Allerheiligen, Allerseelen, Halloween

Heute kennt man diesen Feiertag vor allem als Halloween und als den heiligsten Tag der Hexen. Zum einem wird er in der modernen Kultur als ein weiterer Grund zum Feiern, Konsumieren, anderseits auch als eine Gelegenheit um Inne zu halten und den Toten zu gedenken – vor allem im christlichen Glauben.
Nur noch wenige wissen, welche Ursprünge dieser Feiertag eigentlich hat… Wie schon in vorherigen Artikeln erwähnt, ist auch dieser Brauch von Nuancen durchzogen. Es kommt immer darauf an wo und wann im Zeitalter so ein wichtiger Tag gefeiert worden ist und von welchen Gegebenheiten er geformt wurde. So können durchaus viele andere Theorien stimmen, auf die ich hier nicht näher eingehe. Für mich, die Schlüssigsten habe ich ausgewählt und hier beschrieben.

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Keltisch

Im Jahreskreis der Kelten liegt Samhain dem Beltanefest gegenüber und bildet zusammen ein Ganzes. Dieses Fest ist ein sogenanntes Mondfest und wird meist zum Neumond um den Novemberanfang gefeiert. Es hat sich aber im Laufe der Zeit der 31. Oktober eingependelt. Von den meisten wird Samhain als das Neujahrsfest der Heiden betrachtet. Einige feiern jedoch Jul als das letzte Fest des heidnischen Jahres, da danach die Tage wieder länger werden.Die Bezeichnung Samhain hat ihren Ursprung im Altirischen und heißt so viel wie „Ende des Sommers“. Dieses Ende wurde meist um den 31. Oktober gefeiert und war eines der wichtigsten Feierlichkeiten im Heidentum. Das kann man als Gegeben hinnehmen, doch ab hier scheiden und überschneiden sich die Bräuche. Ein paar möchte ich gerne aufführen:

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Jahreskönig

Samhain ist der Beginn der Jahresnacht. Diese Nacht symbolisierte den Übergang in das neue Jahr. Es kommt die Zeit der Dunkelheit und des Ausharrens… An diesem Tag stirbt der Jahreskönig, welcher der Sonnengott ist. So verweilten die Menschen den Winter über in Geduld und warteten bis er wiedergeboren wird und das Leben auf der Erde wieder anfängt zu blühen. Die heilige Vereinigung wurde ursprünglich als die Befruchtung der Erde durch die Sonne verstanden.
Doch bevor der neue Sonnengott wiedergeboren werden konnte, musste sich die Mutter Erde erst mit dem alten König vermählen und von ihm geschwängert werden. Der alte „Sonnenkönig“ wurde in der Zeit vor Christus mancher Ort durch einen echten Menschen dargestellt, meist durch einen Oberhaupt. Dieser König war während seiner Herrschaft stets dafür direkt verantwortlich, dass die Erde fruchtbar gemacht wird und die Menschen genug zu essen hatten. Wenn seine Zeit dann gekommen war, musste dieser dann den heiligen Bund mit der Erde eingehen. Heißt, um Samhain wurde der alte Menschenkönig geopfert. Dieser Tod war für den König eine sehr große Ehre und sogar ein Muss um für den neuen Herrscher Platz zu machen, die Mutter Erde fruchtbar zu halten und somit das Fortbestehen seiner Schützlinge zu garantieren.
Dieses Ritual wurde dann im Laufe der Zeit immer mehr entschärft und abstrahiert. So verschwanden die Menschenopfer aus der Tradition.

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Ahnenkult

Der Ahnenkult ist heute wohl die weit verbreiteteste Assoziation des 31. Oktober, auch „Tag der Toten“ genannt. Dieser Tag hat eine sehr mächtige Bedeutung in allen alten Kulturen, da man (Lebens-)Kraft aus der Verehrung seiner Vorfahren schöpfte. Ausgerechnet an diesem Tag,  ähnlich wie auch zum 1. Mai, ist die Grenze zwischen der Totenwelt und der Unseren sehr dünn. Man glaubte, dass die Verstorbenen in dieser Nacht zwischen uns weilen und dass man leichter mit ihnen in Kontakt treten kann. Die einen glaubten, dies würde Glück bringen. Andere waren da eher vorsichtig, was das Verständigen mit Toten angeht.
Eines der Bräuche ist eine Kerze für die Toten anzuzünden und auf die Fensterbank zu stellen, als Zeichen des Gedenkens und sodass die toten Umherwandernden ihren Weg zurück nicht verlieren.
Die römische Kultur sah viele Ähnlichkeiten zwischen dem keltischen Samhain und dem eigenem Totenfest im Mai und adaptierte es ohne viel zu manipulieren.
Im späteren Verlauf der Geschichte ist diese Idee vom Christentum aufgegriffen und von der Zeit um Pfingsten auf eben den 1. und 2. November als der Tag der Allerheiligen und Allerseelen verlegt worden. Dazu später mehr…
Beim Ahnenkult gibt es aber Abweichungen. So habe ich  gelesen, dass dieser Feiertag nur der Tag der Toten war einerseits und anderseits kritisieren einige Historiker diese These, da sie der Meinung sind, dass es im keltischen Brauchtum keine konkrete Totenverehrung zu dieser Zeit gab.

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Erntefeier / Feier der Freude

Noch heute symbolisiert dieser Tag den letzten Arbeitstag auf dem Felde. Man fuhr die letzten Ernteerträge ein und bereitete sich auf die dunkle Jahreszeit vor. Bis heute wird in manchen Teilen Britanniens dieses Fest als Fest der Freude und des Überflusses gefeiert.
So wird dort z.B. der Feiertag noch bis heute mit dem Backen von Keksen, in Form von Geweihen, eingeleitet. Diese symbolische Handlung stand und steht für den Dank für die Ernte und dass es genügend zu Essen gibt in der schweren Winterzeit.
Anderswo war es üblich ein Schlachtfest zu veranstalten und gemeinsam einen Festschmaus zu veranstalten. An diesem Fest wurde bei den Kelten üblicherweise sehr viel Wildschwein verzehrt, da man hoffte die göttliche Kraft auf sich ableiten zu können. Denn das Wildschwein symbolisierte in ihrem Glauben die Muttergötting in ihrer sommerlichen Gestalt.

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