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Feuerfest, Beltane, Walpurgis, Maifeier – Teil 2

Bedeutung der Benennungen des 1. Mai

  • Beltane

Bei den Kelten wurde das Fest „Beltane“ genannt und war ihrem Lichtgott Belenos geweiht.
Beltane stellt die Mitte des Frühlings und den allmählichen Übergang zum Sommer dar. Das Fest ist auch der Gegenpart zu Samhain, einer Feier mit denen sich die Menschen für den Winter rüsteten, aber dazu später mehr.
Zu den Feierlichkeiten wurden große Feuer angezündet, vielerorts wurde auch ein Maibaum aufgestellt und man hat sehr ausgelassen gefeiert.

  • Walpurgis / St. Walburga

walburgaDer 1. Mai wird neben „Beltane Fest“ auch „Walpurgis Nacht“ genannt. Die Benennung nach Walpurga / Walburga hat ihre Ursprünge im Christentum. Da die Kirche mit aller Macht versuchte ihren Einfluss im heidnischen Europa auszubauen, war ihr fast jedes Mittel recht. Vor allem war das ausgelassene Feiern der Heiden für die Kirche ein Dorn im Auge.  Mal versuchte die Kirche die Birken aus den Wäldern raus zu holzen, um der Feierlichkeit das Symbol zu nehmen. Mal wurde das Fest gar verboten. Doch ließ man von der Idee ziemlich schnell ab, nachdem blutige Aufstände in der Bevölkerung die Runde machten. Also beschloss man dem ersten Mai eine andere Sinnhaftigkeit zu geben und sprach kurz vor dem 10. Jahrhundert eine fromme Missionarin am 1. Mai heilig. Sie symbolisierte die Unschuld, Unberührtheit und die bedingungslose Hingabe zum christlichen Gott. Dieser Schachzug war sehr durchdacht, da sich um diese Nonne damals viele Legenden rankten. Sie erzählten von Wunder und wundersamer Heilung mit den Heilkräften der Natur und dessen Pflanzen. Somit ging die Kirche einen Mittelweg, wenn sie schon ein Feiertag nicht verbieten kann, so biegt sie ihn sich zu Recht und die Menschen werden sich nach und nach daran gewöhnen. Walburga galt bei den Christen schon zu ihrer Lebzeiten und lange danach als Schutzheilige gegen Krankheiten, Seuchen, Tollwut und Missernte. Die heilige Walburga hat auch einen Gedenktag am 25. Februar.

Götter denen gehuldigt wurde

Je nach Region und Kulturrichtung wurden andere Götter verehrt. Auch unter den einzelnen Kulturen gab es Unterschiede in der Benennung der Götter:

  • Keltische Völker: Belenos, Erdmutter
  • Germanische Völker: Odin, Frigg (auch Freya genannt), Wotan
  • Römisches Volk: Maia, Flora – absorbierten die heidnischen Feierlichkeiten
  • Christliche Völker: Walburga, Frühlingsfest – taten aber die Ursprünge als ein Werk finsterer Mächte ab

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Örtliche Abweichungen in der Tradition

  • FeuerradÜber das Frühlingsfeuer springen
  • Feuerrad
  • Um das Feuer tanzen
  • Maibaum aufstellen
  • Maibaum erklimmen
  • Maibaum stehlen
  • Maistrich: Kreidespur von eigenem Haus zum Haus der Verehrten ziehen
  • junge Birken vor die Haustür der Verehrten stellen
  • Ausgetrockneten Reisig vor die Haustür von unzüchtigen Frauen stellen
  • Besondere Orte aufsuchen um Fruchtbarkeit zu erlangen
  • Bändertanz um den Maibaum um die Vereinigung zwischen Mann und Frau zu symbolisieren.
  • Spielerische Versteigerung der Frauen