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Die Wurzeln des slawischen Glaubens
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Lange ist es her wann wir das letzte Mal einen Artikel über die Slawen verfasst haben. Doch nun hat sie ein Zeitfenster aufgetan und wir möchten dieses sogleich nutzen Euch wieder ein Stückchen slawischer Kultur näher zu bringen.

Dieser Beitrag wird sicherlich noch das eine oder andere Mal ergänzt mit weiterführenden Informationen, die wir aus dem Russischen übersetzen. Wir beziehen und dabei auf das Buch „Yasichestvo drewnih Slawyan“ (Das Heidentum uralter Slawen) von Dr. prof. B.A. Rybakov. In dem Buch bezieht sich der Autor selber auf Schriften des 12. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung, „Slowo ob idolah“ („Die Schrift/Das Lied über die Heiligen/Götter“).  Diese Schrift scheint am besten und ungefälscht die Entwicklung des heidnischen Glaubens bis zur Christianisierung zu beschreiben.

Der heidnische slawische Glaube wird in 3 Stadien unterteilt, von denen das erste Stadium bis in die tiefe Steinzeit reicht. Damals hat der Mensch eine sehr einfache Anschauung der Welt gehabt…

1. Stadium

Für den Menschen gab es in der Zeit nur den Glauben über das Gute und das Böse. Beide Seiten versuchten sie durch Opfergaben milde zu stimmen, sodass kein Unheil auf die Sippe hereinbricht oder dieses abgewendet wird.
Zu dieser Art der „Glaubensanschauung“ gehörten auch Fabelwesen wie die

  • Bereginya (Sirenen / Meerjungfrauen): Das Gute bzw. Neutrale welches das Gleichgewicht hält.
  • Upyriya (Vampire / Wiedergänger): Das Böse
  • Wolkokladi (Werwölfe): Weiteres noch nicht gelesen

Wie die Menschen sich diese Kräfte vorgestellt haben konnte man nicht rekonstruieren, denn es gibt keine Bildnisse davon. Das Aussehen und die Verbindung zu den Wesen wie oben in den Klammern beschrieben kam erst später in der Zeit.

 

2. Stadium

Dieses Stadium wurde von Roda und Roshanitsi-Kult geprägt. Rod ist der Obergott und Roschanitsi sind seine Helferinnen.

In diesem Zusammen möchten wir noch die Wurzel der Wörter erwähnen:

  • Rod steht für Sippe / Familienstamm
  • Roshanitsi hat die Wort-Wurzel „roshat“, also „gebären“ und könnte als Fruchtbarkeit gedeutet werden.

Weiters noch nicht gelesen

 

3. Stadium

Der Kult um den Gott „Perun“ (Gott des Blitzes und des Donners). Diesem Gott weist der Autor eine besondere Bedetung zu. Denn er hat sogar die Christianisierung überdauert und ist im orthodoxen Glauben mit Respekt erwähnt. Vor der Christianisierung tauchte Perun, mal an erster Stelle aller Götter auf, mal gleichberechtigt neben 6 anderen großen und kleinen Göttern. Während der Christianisierung wurde einzig sein Götzenbild verschont und nicht vernichtet. Dies zeigt, das die Slawen damals tiefe Ehrfurcht vor ihrem heidnischen Gott hatten und ihn nicht der Christianisierung opfern wollten.

Einleitung

 

Erstmals tauchten Slawen, als eine kleine indoeuropäische Gruppe, im 2. Jahrtausend vor Christus in Europa auf. Die ersten Siedlungen entstanden im Norden der Karpaten, im Zentrum des Dnepr-Gebiets. Es war eine sesshafte Gruppe die sehr stark auf die Landwirtschaft setzte. Im Laufe der Zeit aber breiteten sich die Slawen in einem ausgedehnten Gebiet in Zentral- und Osteuropa, und auf der Balkanhalbinsel aus. Ihre Ausdehnung beruhte nicht auf spontanen Feldzügen, wie die von den Hunnen oder den Awaren, sondern es war eher ein stetiger Wachstumsprozess, der einer langsamen Kolonialisierung glich.
Bis zur heutigen Zeit gibt es um die 200 Millionen Menschen in Zentral- und Osteuropa die um die 30 verschiedene slawische Sprachen sprechen. Diese Sprachen teilen sich in 3 Gruppen auf – Ost, West und Süd. Ihren Ursprung aber haben sie aus dem gemeinsamen Urslawischen, der sich um das 9. Jhd. v. Chr. bildete. Seitdem bildeten sich verschiedene slawische Völker mit eigenen Kulturen, die aber keine eigenständige anthropologische Gruppe bildeten.Dies zeigt, dass die Slawen schon viel früher auftauchten, als dass die Historiker Prokopij Kesarijskij und Iordan im 6 Jhd. n. Chr. über die so genannten „Slaveni“ schrieben.
Somit entwickelten sich die slawischen Kulturen und deren Sprachen in einem genauso langen Prozess, wie bei den Griechen, Germanen, Balten und anderen indoeuropäischen Gruppen. Vor allem war die Entstehung von eigenen Staaten um das 9-10 Jhd. n. Chr. und die Christianisierung nur eines von vielen Schritten die auf einer schon bestehenden und alten Kultur aufbauten.

Ursprünge der Slawen
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Quellen: Maria Gimbutas „Slawane – Söhne des Perun“, …