Heidentum

„Glaube ist Gewissheit ohne Beweise“ (Zitat: Henri-Frédéric Amiel)

img_0336Der Glaube ist die Grundlage unserer Gesellschaft. Heutzutage wird unser Glaube mehr oder weniger von großen Weltreligionen, unzähligen anderen Religionsrichtungen oder durch gar keine Religion geprägt. Durch den Glauben sucht der Menschen Halt und Orientierung für sein Dasein.
Vor der Christianisierung war West- und Osteuropa geprägt durch Naturreligionen. Die Menschen dieser Zeit  verstanden sich im engen Bunde mit der Natur, verehrten eben diese durch viele Gottheiten und hatten einen Hang ausgelassen zu feiern. Viele der Feierlichkeiten kennt man heute als christliche Feiertage, ist sich aber meistens nicht bewusst, dass sie heidnischer Herkunft sind.

verbrennungHeiden waren für die Kirche im Mittelalter nichtchristliche Menschen. Man hat dessen Glauben, das Heidentum, als Aberglaube abgetan und zum Missionsobjekt erklärt.  So hat das Christentum in Europa zu damaligen Zeit versucht auf friedliche Weise die Menschen zu bekehren und wer sich nicht bekehren lies, den hat man einfach mit Gewalt von der christlichen „Überzeugung“ überzeugt…
Hexenverbrennungen, Kreuzzüge im Baltikum, Verbote von Feiertagen usw..
Doch die eine oder andere Tradition konnte  von der Kirche nicht ausgemerzt werden. Also entschied man sich die Traditionen etwas umzugestalten und sie mit den eigenen zu verschmelzen. Zu einigen der Traditionen gehören die Frühlingsfeierlichkeiten wie 1. Mai, Ostern, Mariä Lichtmess usw..

Während der vorchristlichen Zeit, waren die bekanntesten Naturreligionen das germanische- und das keltische Heidentum. Diese Religionen unterscheiden sich nur durch Feinheiten und waren im gesamten Europa weit verbreitet.
yggdrasilDie Grundlage dieser Religionen ist der Weltenbaum der den Zyklus, die Ordnung des Lebens und die Fruchtbarkeit darstellt. Der Mensch wird wie ein Blatt des Baumes angesehen, der in seinem Leben auch die 4 Jahreszeiten durchschreitet. Im Herbst schließlich fällt er vom Baum ab und wird durch die Wurzeln wieder aufgenommen. So fängt der Zyklus wieder von vorne an. Der Weltenbaum gilt auch als der Sitz mythischer Kreaturen und der Götter.
Die Germanen glauben an 9 verschiedene Ebenen die unter -,  um – oder über dem Baum (Yggdrasil) existieren. In anderen Religionen sind es nur drei, die Hölle, die Welt wie wir sie kennen und der Himmel.
Die Darstellung des Weltenbaums ist bei den Kelten und Germanen ähnlich. Die prägnantesten Wesen, die meistens mit abgebildet werden, ist ein Drache, ein Eichhörnchen und ein Adler. Der Baum hat starke Wurzeln, die tief bis in die Unterwelt reichen, wo der Drache an den Wurzeln nagt. Auf der Krone des Baumes sitzt ein Adler der sehr weise ist und viel sieht. Zwischen dem Drachen und dem Adler huscht ein Eichhörnchen hin und her und dient als Überbringer von Nachrichten, die von einem Disput zwischen den beiden Wesen zeugen.

Eine ähnliche Weltanschauung hatten auch die Slawen, aber hierzu mehr in der osteuropäischen Rubrik.

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Keine Antworten

  1. 1
    Marcus Fliegel 

    nachhaltige bildung, sehr schön, weiter so!!!

  2. 2
    Sergey & Julia 

    Hat uns sehr erfreud in deutschem Netz so eine interessante Info über ostslawische/russische Kultur zu lesen. Vielen Dank!